Amaranth-Pop mit Beeren

Amaranth-Pop mit Beeren

Guten Morgen, schon gefrühstückt? Keine Zeit? Es muss schnell gehen, soll aber lecker und gesund sein? Kein Problem, dann macht euch doch einfach schnell einen Amaranth-Pop mit Beeren oder anderen Früchten. Fix zubereitet, lecker und gesund 🙂
Und je nach Saison könnt ihr die Früchte/Obst variieren. Ich verwende ansonsten ganz gerne auch TK-Himbeeren (andere Beeren mag ich nicht aus dem Tiefkühler). Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, freue ich mich nicht nur wegen diesem Frühstücksrezept jetzt schon riesig auf die Beeren-Saison hier bei uns in Deutschland.

Durch die „Vegan For Fit“ Challenge von Attila Hildmann bin ich auf dieses kleine aber feine Frühstücksrezept gestoßen. Attila nennt es „Amaranth-Joghurt-Pop mit Himbeeren und gerösteten Kokosflocken“ (S. 55). Da ich schon mehrere Varianten des Rezepts gemacht habe, heißt es inzwischen bei mir einfach nur noch Amaranth-Pop, denn gepoppter Amaranth ist hier der Hauptprotagonist.

Wer noch nie etwas von Amaranth gehört hat, sollte das unbedingt mal probieren. Vor allem in der veganen Küche findet er häufig Verwendung, was ich fast ein bisschen schade finde. Denn so lecker und gesund wie er ist, sollte er auch bei „Normalessern“ auf den Speiseplan. Die Amaranth-Samen erinnern ein wenig an Hirse und finden eine ähnliche Verwendung in der Küche. Jedoch ist Amaranth kein Getreide, sondern gehört als Pflanzengattung zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Er zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit und war bereits bei den Azteken, Inkas und Mayas eines der Hauptnahrungsmittel, ist jedoch leider über Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Aufgrund der äußerst gesunden Inhaltsstoffe wird er auch „Gold der Inkas“ genannt. Also wenn bei diesem Gedanken keine Freude beim Essen aufkommt, dann weiß ich auch nicht 😉

In den kleinen unscheinbaren Körnern steckt eine geballte Menge an Power, die jedes herkömmliche Getreide richtig „alt“ aussehen lässt. So enthält Amaranth einen spektakulären Anteil an Mineralstoffen (Mengenelemente insbesondere Calcium und Magnesium und Spurenelementen vor allem Eisen, Zink und Kupfer) und versorgt uns mit allen neun essentiellen Aminosäuren mit sehr hochwertigem Eiweiß. Die biologische Wertigkeit der Proteine im Amaranth übertrifft sogar noch die der Milch. Wenn wir schon beim Vergleich mit Kuhmilch sind: Als ungekrönter Calciumkönig in der Gattung der Getreide (Amaranth wird als Pseudo-Getreide hier eingeteilt), liefert er fast doppelt so viel des knochenstärkenden Materials als Kuhmilch. Außerdem enthält das Inka-Korn eine Menge mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die herzschützend wirken und für alle wichtig sind, die auf ihren Blutfettspiegel achten müssen. Die Kohlenhydrate in Amaranth sind gut bekömmlich, da ein relativ hoher Anteil an Ballaststoffen enthalten ist, was sich z. B. positiv bei Magen-Darm- und Verdauungsproblemen auswirkt. Amaranth ist darüber hinaus glutenfrei, was ihn zu einem vollwertigen und verträglichen Getreideersatz bei Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) macht. Das Kraftpaket Amaranth versorgt uns außerdem mit der wichtigen Aminosäure L-Tryptophan, die wiederum für den Botenstoff Serotonin notwendig ist, aus dem das Hormon Melatonin in unserem Körper hergestellt wird. Melatonin ist für seinen großartigen Anti-Aging- und Krebs-Schutz-Effekt bekannt. Das smarte an Amaranth ist, dass die Inhaltsstoffe in einem für die menschliche Ernährung günstigen Verhältnis kombiniert sind. So benötigen wir beispielsweise zur optimalen Calciumverwertung entsprechend auch Magnesium, beides ist in Amaranth in üppiger Fülle vorhanden.

Genug geschwärmt, ich hoffe ihr habt nun Gründe genug Amaranth einfach mal auszuprobieren. Am besten ihr wagt euch einfach mal an gepopptes Amaranth als Zugabe zu Müsli. Amaranth schmeckt leicht nussig, wobei der Geschmack bei den gepoppten Körnern sehr dezent ist. Übrigens ist gepopptes Amaranth häufig bereits ein Bestandteil von fertigen Müslimischungen (aber besser ihr mischt euch Müsli selbst zusammen). Rein gepopptes Amaranth bekommt ihr im DM, in Reformhäusern, Bio-Supermärkten, Hofläden etc.

Beim Abwiegen der Menge nicht stutzig werden. 30 g gepopptes Amaranth pro Person wirken zunächst recht viel, da die Kügelchen ja kaum Gewicht haben. Vermengt mit Joghurt verringert sich das Volumen aber recht schnell. Dieser Amaranth-Pop ist ein sehr leichtes und bekömmliches Frühstück, angereichert mit schmackhaften Beeren und den gerösteten Kokosflocken (oder anderen gerösteten Nüssen) einfach etwas ganz Feines. Und wer kein Sojajoghurt mag bzw. keine Probleme mit der Verträglichkeit von Kuhmilchjoghurt hat, der verwendet einfach sein ganz normales Lieblings-Naturjoghurt.

Probiert es aus, super leicht, super gesund und super lecker!

Amaranth-Pop

Zutaten für 1 Person:
2 EL Kokosflocken
100 g Beeren (z.B. Himbeeren, Heidelbeeren etc.)
2 EL Agavendicksaft oder Honig
30 g Amaranth gepoppt
130 g Sojajoghurt oder normales Joghurt
1 Msp. gemahlene Vanille

Kokosflocken in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Achtgeben, dass sie nicht zu dunkel werden. Beeren verlesen und mit 1 EL Agavendicksaft marinieren. Sojajoghurt mit 1 EL Agavendicksaft und gemahlener Vanille mischen. Anschließend mit gepopptem Amaranth verrühren. Amaranth-Joghurt mit den Beeren in Schalen oder Gläser schichten und zum Schluss mit den gerösteten Kokosflocken toppen.

TIPP: Der gepoppte Amaranth gemischt mit dem Joghurt schmeckt frisch zubereitet am besten, also lasst ihn nicht zu lange stehen.
Probiert dieses schnelle Frühstück mal mit anderen Früchten oder anstelle Kokosflocken mit gehackten Mandeln etc.

Das Rezept als PDF zum Download und Ausdrucken findet ihr hier.

green. smart. delicious!

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Ein Kommentar zu “Amaranth-Pop mit Beeren

  1. Mag ich auch – ich hatte das im Winter mal mit Orangen und Bananen gemacht, weil’s noch keine frischen Beeren gab, das geht auch gut. Man kann also das ganze Jahr damit experimentieren. Lecker. Das Buch finde ich übrigens auch ganz toll.

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